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Dampflok-Friedhof in der größten Salzwüste der Welt


Diese Dampflokomotiven haben ihr Leben lange hinter sich. Verrostet, mit Grafitti besprüht, stehen sie in der Salzwüste von Uyuni. Die gleichnamige Stadt im Südwesten von Bolivien hat Höhen und Tiefen erlebt. Im 19. Jahrhundert war Uyuni eine stolze Eisenbahnhochburg.

Alberto André Guaman war früher Bürgermeister von Uyuni: „Die Eisenbahnaktivität war damals so intensiv, dass Loks in schlechtem Zustand hier einfach stehengelassen wurden. Seitdem wird der Ort auch ‚Zugfriedhof‘ genannt.“

Der Friedhof für Loks und Waggons in der Wüste lockt heute Touristen aus aller Welt an. Zum Glück für die Region. Sie ist in den vergangenen 20 Jahren aufgeblüht. Rosa Perez ist von der Tourismuskammer in Uyuni: „Ohne den Tourismus wäre Uyuni eine Geisterstadt. Wir haben angefangen, Nutzen zu ziehen aus dem Naturerbe, das Gott uns geschenkt hat. Dadurch sind immer mehr Geschäfte, Hotels und Restaurants entstanden.“

Heute besuchen jedes Jahr mehr als 80.000 Touristen Uyuni und die Umgebung. Die Besucher lockt vor allem der riesige Salzsee in 3600 Metern Höhe an, eine ganz eigene Landschaft erwartet sie hier. Tomomi Kaneko, eine Touristin aus Japan, ist begeistert: „Natürlich habe ich schon wunderschöne Berge und Seen in Japan und anderswo gesehen, zum Beispiel in Kanada. Aber hier ist es noch mal was anderes. Es ist wie eine tote Welt, ein unwirtlicher Ort. Gerade das macht es wohl so schön.“

Die nahegelegene Bergarbeiterstadt Pulacayo hat ein ähnliches Schicksal wie Uyuni. Früher lebten hier 30.000 Menschen. Heute ist die Stadt fast ausgestorben. Doch auch sie will wieder aufleben, dank ihrer Vergangenheit: Besucher sollen die Silbermine entdecken und den Ort vor dem Vergessen bewahren.

Autor: AFP, Titel: Dampflok-Friedhof

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