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Endlich Urlaub: aber das Aktiendepot ruht nicht

Egal ob es ans Meer geht oder in die Berge: nur die wenigsten Menschen denken in der schönsten Zeit des Jahres an ihre Geldanlagen. Doch besonders in den unruhigen Börsenzeiten, sollten sich die Anleger wappnen, um allzu heftige Kurseinbrüche abfangen zu können. Ein Depot lässt sich mit einfachen Mitteln absichern.

Ab in den Urlaub: Es kann so schön sein

Türkisblaues Wasser, weißer Strand und ein wolkenloser Himmel: Urlaub kann einfach herrlich sein. Wer denkt in einer solch schönen Zeit, in der man einfach nur abschalten und den Alltagsstress hinter sich lassen will, schon an sein Depot und beschäftigt sich mit der Frage „Was sind CFDs?“.

Doch diese Einstellung kann ein großer Fehler sein, da die Aktienkurse an der Börse stark schwanken können. Ein jeder Anleger, der seinen Urlaub nicht im Internet-Café, der Hotellobby vor dem Computer verbringen möchte, der sollte sein Depot auf jeden Fall urlaubsfest machen.

Zudem kann ein bevorstehender Urlaub sogar ein sehr guter Anlass dafür sein, das eigene Depot einmal genau zu überprüfen. Dabei sollte sich der Anleger folgende Fragen stellen:

• Ist die Anlagestrategie noch richtig?
• Ist das Depot über verschiedene Branchen breit genug gestreut?
• Entsprechen die einzelnen Aktien noch zur persönlichen Risikoneigung?
• Wie haben sich die einzelnen Aktien in ihren Werten entwickelt?

Während dieser Überprüfung sollte der Anleger nicht nur die risikoreichen Papiere aussortieren, sondern auch die Aktien, die nicht so gut abgeschnitten haben. Auch sie können ein Verkaufskandidat sein. Dabei sollte nach dem Motto vorgegangen werden „Gewinne machen niemanden arm“. Zudem sollte auch im Hinterkopf behalten werden, dass die Werte sogar nach dem Urlaub nochmals gesunken sind, und somit die Aktien noch billiger verkauft werden müssen.

Die Börse macht niemals Urlaub – der klassische Stop-Loss

Die Märkte machen niemals Urlaub und damit sind zu jeder Zeit starke Kursschwankungen möglich. Besonders die klassische Stop-Loss-Order eignet sich für solche Fälle sehr gut, die bequem beim Onlinebroker aufgegeben werden kann oder dem Finanzinstitut. Der Gedanke dahinter ist simpel:

Es ist möglich, Kauf- und Verkaufsanträge an bestimmte Marktbedingungen und -erwartungen zu knüpfen, die dann automatisch ausgeführt werden. Damit ist des dem Privatanleger möglich, auf eine ganz unkomplizierte Weise, seine Handelsstrategien ganz unkompliziert umzusetzen. Der Anleger definiert bei dieser Order eine Stopp-Loss-Schwelle, die unterhalb des aktuellen Preises liegt und stellt eine Verkaufsorder mit dem Orderzusatz Stop-Loss ein. Sollte der Kurs diese Marke berühren, dann wird das Wertpapier verkauft und das zum nächstmöglichen Preis. Anzumerken ist hier, dass die Aktie oder das Wertpapier dabei nicht exakt zum Wert der vordefinierten Stop-Loss-Schwelle verkauft wird.

Ab in den Urlaub: die sogenannte Stop-Limit-Order

Geht es in den Urlaub und der Anleger möchte diesen frei von Gedanken an die Börse und sein Depot verbringen, dann kann er auch auf eine sogenannte Stop-Limit-Order zurückgreifen. In diesem Fall wird eine Stop-Loss-Marke festgelegt, die unterhalb des Marktpreises liegt und zugleich ein Verkaufslimit unter dieser Marke. Wird die Stop-Loss-Schwelle erreicht, dann entsteht eine limitierte Verkaufsorder. Wird daraufhin Preis über oder gleich dem Verkaufslimit ermittelt, dann wird die Order ausgeführt. Zwar entfällt hier das Risiko eines niedrigen Ausführungskurses wie bei dem klassischen Stop-Loss, aber es entsteht zugleich auch eine Gefahr. Diese besteht darin, dass die Order nicht ausgeführt wird, wenn der Kurs dauerhaft die Stop-Loss-Schwelle unterschreitet und unterhalb des Verkaufslimits bleibt. In dem Fall bleibt die Anlage bestehen, selbst wenn es zu längeren negativen Kursentwicklungen kommt.

Im Übrigen kann die Stop-Limit-Order auch als Kaufantrag angelegt werden. In diesem Fall wird ein Kauflimit und eine Stop-Buy-Marke angelegt, die über dem aktuellen Marktpreis liegt, wobei das Kauflimit oberhalb der Stop-Buy-Marke angelegt werden muss. Wird die Stop-Buy-Marke durchbrochen, dann entsteht eine limitierte Kauforder und geht an den Markt.

Mögliche Verluste während des Urlaubs begrenzen

Es gibt weitere intelligente Ordertypen, mit denen es möglich ist während der Urlaubszeit den Verlust zu begrenzen. Mit diesen können Orderausführungen für Aktien, Fonds, Anleihen und Zertifikate an bestimmte Marktbedingungen angepasst werden. Damit ist es dem Anleger möglich, selbst wenn er entspannt am Strand liegt, unterschiedliche Strategien zu verfolgen. Dafür ist allerdings eine realistische Einschätzung der persönlichen Risikobereitschaft und des Anlagehorizont entscheidend. Ein jeder Anleger, sollte sich auf jeden Fall vor der Abreise in den Urlaub Gedanken darüber machen, wie hoch das Risiko sein darf, dass er bereit ist einzugehen. Zudem muss auch eine Entscheidung darüber gefällt werden, welchen maximalen Verlust er bereit ist zu akzeptieren – kurz: er muss genau wissen, welche Anlagestrategie er verfolgt.

Doch trotz all der intelligenten Ordertypen sollte der Anleger selbst im Urlaub sein Portfolio stets im Blick behalten, damit er auf die relevanten Entwicklungen der Märkte reagieren kann. Dafür stehen bspw. Apps der Broker zur Verfügung oder die App der Stuttgarter Börse, die kostenlos ist. Die Apps haben einen Vorteil: sie bieten eine Realtime-Limit-Überwachung und so ist es dem Anleger möglich, seine Wertpapiere stets von unterwegs im Auge zu behalten. Durch die Push-Nachrichten informieren die Apps sogar über das Erreichen von vorab definierten Schwellenwerten der Wertpapiere auf der Watchlist.

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