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Im Bikini an der Seine: Zehn Jahre Pariser Sommerstrand


Paris, das ist die Seine – und Urlaub mitten in der Stadt. Seit zehn Jahren gibt es hier jeden Sommer in den Ferien einen künstlichen Sandstrand. Sonnenanbeter liegen dann dort, wo sonst Autos über die Uferstraßen rauschen. Bürgermeister Bertrand Delanoë hatte die Idee zu Paris-Plages.

Im ersten Jahr gab es bloß ein paar Sonnenliegen und ein bisschen Sand fürs Urlaubsgefühl. Gerade mal drei Monate hatten die Macher, um alles auf die Beine zu stellen. Jean-Christophe Choblet, Kreativplaner Paris Plages, beschreibt die Anfänge: „Durch die wenige Zeit war alles ein bisschen improvisiert. Aber es ist supergut gelaufen, und mit der Zeit wurde es ein bisschen zum Spiel, technisch gesehen und was die Anlage angeht, zu gucken, was man ändern und verbessern könnte.“

Kleine Kinder essen ihr Eis, Boules-Spieler schieben eine ruhige Kugel, und so manch einer macht ein Nickerchen im Schatten. Im Laufe der Jahre ist das Angebot immer größer geworden. Es gibt Wassersprenkler zum Erfrischen, und vor dem Rathaus der Stadt kann Beachvolleyball gespielt werden. Seit ein paar Jahren gibt es sogar ein kleines Schwimmbecken am Ufer der Seine.Rund zweieinhalb Millionen Euro kostet das einmonatige Sommervergnügen. Die Hälfte der Kosten tragen Sponsoren.

Für die Stadt ist der Strand ein voller Erfolg. Stéphane Chave, der Veranstaltungsbeauftragte der Stadt Paris, meint: „Das Image von Paris, die Dynamik, die durch diese Veranstaltung in die Welt kommuniziert wird, und sei es nur das – das ist die zweieinhalb Millionen Euro wert.“

Paris war Vorreiter mit seinem Sommerstrand: Inzwischen setzen auch Berlin, Tokio oder Rom auf Sonne, Sand und Spaß. Die Macher von Paris Plages sehen darin ein Konzept für die Stadt der Zukunft. Jean-Christophe Choblet erklärt die Vision: „Es ist eine neue Art über die Stadt nachzudenken. Nicht der Strand ist das Interessanteste, sondern wie man aus einer Straße etwas anderes machen kann.“

Und für die gestressten Pariser gibt es gute Aussichten: Bürgermeister Delanoë will, dass ein Teil der Uferschnellstraßen ab 2012 dauerhaft dicht gemacht wird. Das könnte der Stadt eine ganz neue Lebensqualität geben.

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