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Spanien: Los Reyes Magos und Sant Antoni


Wer im Januar nach Spanien reist, kann sich nicht nur über warme Sonnentage und frisch gepflückte Orangen freuen, sondern auch an zwei stimmungsvollen Festen teilnehmen. So ist es nicht der Heilige Abend, den die Kinder Spaniens kaum erwarten können, sondern es ist die Ankunft der Reyes Magos, der Heiligen Drei Könige. Nicht der Weihnachtsmann, nicht Santa Claus bringt die Gaben, sondern die drei Weisen aus dem Morgenland. Das zweite Fest im Januar ist dem Heiligen Antonius, dem Schutzpatron der Tiere, gewidmet. Doch er zieht nicht allein durch die Straßen, denn er wird von Teufeln begleitet.

Die Heiligen Drei Könige

Im Evangelium wird erzählt, wie die Heiligen Drei Könige das Jesuskind fanden und es beschenkten. Sie überreichten ihre Gaben, so wie es heute noch Brauch in Spanien ist. In der Nacht vom 5. auf den 6. Januar füllen sie die geputzten und erwartungsvoll aufgestellten Schuhe der Kinder. Der Legende nach zu viel Arbeit für drei Weise, deshalb helfen ihnen Kobolde beim Verteilen. In den Städten Spaniens werden am Abend des 5. Januar die Heiligen Drei Könige sehnsuchtsvoll erwartet. Sie kommen entweder zu Fuß, mit einer Kutsche, auf Pferden oder segeln mit einem geschmückten Schiff in den Hafen, dabei verteilen sie Süßigkeiten und Leckereien an die Kinder. Mancherorts ist es Brauch, dass Kinder ihre Wunschlisten Herolden übergeben dürfen, die sie dann an die Königeweiterreichen. Doch nicht nur Kinder freuen sich auf den Dreikönigstag, beschenken sich doch auch Erwachsene zu diesem Anlass gegenseitig. Am 6. Januar treffen Freunde und Verwandte einander zu einem reichhaltigen Mahl, dessen Abschluss der Dreikönigskuchen bildet. In Schneckenform gebacken, war in ihm ursprünglich eine Bohne eingebacken. Wer sie fand, wurde zum König des Festes erklärt. Heute ist es eine Plastikfigur, die in ihm versteckt ist. Der Finder muss alle Tischgenossen einladen oder Süßigkeiten kaufen.

Der Heilige Antonius und die Tiere

Das Fest des heiligen Sant Antoni wird am 17. Januar gefeiert. Üblicherweise werden am Vorabend mächtige Feuer entzündet, um die getanzt wird, jedoch geschminkt oder maskiert. Höhepunkt stellt die Verbrennung einer Teufelspuppe als Symbol des Sieges über das Böse dar. Oft dauert das fröhliche Treiben bis in die Morgenstunden, begleitet von Musik und Gesang. Am Morgen des 17. Januar findet in den meisten Städten ein Umzug durch die geschmückten Straßen statt, meist in traditioneller Tracht, der vom Heiligen Sankt Antonius auf einem Esel oder Pferd angeführt wird. Wer am Umzug teilnimmt, hat auch sein Haustier dabei. Nicht selten finden sich neben Hunden, Katzen, Pferden, Eseln, Schafen und Ziegen auch Käfige auf Leiterwägelchen mit Hühnern und anderen Tieren, die schließlich alle gesegnet werden.

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