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Strand und Revolution: Tunesien und Ägypten werben um Touristen


Paradiesische Strände – und Revolutionen: Als in Tunesien Anfang des Jahres heftige Massenproteste toben, brechen viele Touristen ihren Urlaub ab. Reisen werden storniert, Tourismusunternehmen bringen Urlauber mit Sonderflügen in Sicherheit.

Auch in Ägypten bringen die politischen Unruhen einen massiven Einbruch in der Tourismusbranche mit sich. Wegen der Massenproteste verlassen Urlauber in Scharen das Land. Dabei ist die Reiseindustrie in beiden Ländern ein wichtiger Wirtschaftszweig.

Auf der ITB in Berlin treten Tunesien und Ägypten deshalb jetzt die Flucht nach vorn an. Ihre Präsenz auf der weltgrößten Tourismusmesse haben sie massiv verstärkt. Ihre Botschaft: Wer die Revolution beiden Ländern gutheißt, kann sie nun als Tourist mit einer Reise unterstützen.

Mehdi Houas, tunesischer Minister für Handel und Tourismus, wirbt für sein Land: „Im nächsten Jahr oder dem Jahr darauf werden wir zu den freien Ländern gehören, die den Rechtsstaat und die Demokratie respektieren. Die Botschaft, die ich aussende ist: Wir brauchen ihre Unterstützung heute.“

In Ägypten hofft man, dass künftig neben den Pyramiden und den Stränden am Roten Meer auch der symbolträchtige Tahrir-Platz in Kairo zum Touristenmagneten wird. Dort hatten die Anhänger der Demokratiebewegung wochenlang campiert und für Reformen protestiert. Hisham Zazou, ägyptisches Tourismusministerium, sagt dazu: „Wir bitten die Leute, wieder nach Ägypten zu kommen. Weil wir sie brauchen. Wenn Sie Ägypten und seinem Volk helfen wollen, dann kommen sie einfach.“

Doch bis der Tourismus in beiden Ländern wieder floriert, dürfte noch einige Zeit verstreichen. In Tunesien ist der Umsatz der Branche seit Jahresbeginn um 45 Prozent eingebrochen. Und noch immer sorgen sich viele Urlauber um ihre Sicherheit in der Region.

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