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Tunesien wartet sehnsüchtig auf Touristen


Leere Straßen und geschlossene Geschäfte: Während der Sommermonate ist die Altstadt von Tunis normalerweise voll mit europäischen Touristen. Doch dieses Jahr ist für die Geschäftsleute eine Katastrophe. Riadh al Samaâli ist Ladenbesitzer: „Es sind keine Touristen da. Sobald die Urlauber wieder kommen, passiert etwas im Land. Manche Leute hier wollen protestieren, andere streiken, und alles geht den Bach runter.“ Sein Kollege Ghazi Abdelleoui sagt: „Ich hatte 18.000 Dinar, die ich für meine Hochzeit gespart hatte. Aber wegen der Revolution musste ich das Geld für Miete und Waren ausgeben. Alles ist ins Stocken geraten.“

Genauso ist es in Sidi Bousaïd, einem pittoresken Städtchen im Norden Tunesiens, sonst ein Anziehungspunkt für Touristen. Tunesiens Revolution im Januar verlief weitgehend friedlich. Trotzdem hat der Aufstand – verknüpft mit Flüchtlingsströmen und den blutigen Auseinandersetzungen im Nachbarland Libyen – dazu geführt, dass immer weniger Urlauber kommen. Aber diejenigen, die die Reise gewagt haben, sind unbesorgt. Dominique Poille aus Frankreich macht gerade Ferien in Tunesien: „Ich sehe keinen Grund, nicht hierherzukommen. Alles ist ruhig. Wir waren schon an unruhigeren Orten.“

Die Tourismusbranche war immer ein Motor für die einheimische Wirtschaft. Sie beschäftigt fast eine halbe Million Menschen. 3000 Arbeitsplätze gingen in diesem Jahr bisher verloren. Jetzt sollen potentielle Besucher überzeugt werden, dass Tunesien ein sicheres Urlaubsland ist. Ali Toumi, Vorsitzender der tunesischen Vereinigung der Reisebüros, meint: „Bis heute wurde keine Gewalt gegen Touristen verzeichnet.“ Trotz der Bemühungen der Tourismusbranche sind die Buchungen um die Hälfte eingebrochen. Nun hoffen Hotels und Geschäftsleute auf Last-Minute-Reisende.

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